Gerne Lernen

Gehirn-gerechtes Lernen – Teil 2: MindMaps

 

Das Zusammenspiel der linken und rechten Gehirnhälfte

Nach Gesichtspunkten der modernen Gehirnforschung ist MindMapping eine Methode,  mit der wir exzellente und kreative Denkleistungen erreichen können, weil wir gehirngerecht arbeiten.Wenn wir ein Mind Map zeichnen, sprechen wir beide Gehirnhälften gleichermaßen an:

Durch die bildhafte Darstellung, durch das Zeichnen der Äste und durch ergänzende Zeichnungen und Bilder stimulieren wir die rechte Gehirnhälfte. Durch die sprachlichen Elemente wie Schlüsselwörter und Symbole im Mind Map beschäftigen wir den linken Teil des Großhirns.

Mit dieser beidseitigen Forderung unseres Gehirns fördern wir ein ganzheitliches Denken. Diese Methode ist ist sowohl für den visuellen als auch für den handlungorientierten, kreativ-gestalterischen Lerntyp ideal.

Wie bereits im Artikel über das Wissensnetz angesprochen, speichert unser Gehirn das Wissen in Beziehungen bzw. Assoziationen. In MindMaps können wir diese Beziehungen zwischen den Begriffen viel einfacher darstellen. Wir zeichnen an einen Ast einfach einen neuen und eine neue Beziehung ist hergestellt.

 

Ein MindMap erstellen:

So beginnst du:

  • Nimm ein leeres weißes Blatt Papier und lege es quer vor dich hin.
  • Zeichne mit Bleistift eine Wolke, einen Kreis oder einen Kasten in die Mitte des Blattes.
    Da hinein gehört das Thema deines MindMaps.
  • Schreibe dabei immer in Druckschrift, denn das kann dein Gehirn am besten lesen.
  • Lass dir Platz für eine tolle Zeichnung. Bilder prägt sich unser Gehirn besonders gut ein.

So geht es weiter:

Überlege dir, wie viele Äste du benötigen wirst. Wie viele Oberbegriffe, wie viele Bereiche gibt es zu deinem Thema?
Das ist übrigens schon eine sehr effektive Denkmethode. Niemand kann ein MindMap erstellen, ohne zuvor überlegt zu haben, wie es strukturiert werden soll. So schaffst du schon beim Nachdenken Ordnung in deinem Kopf und strukturierst dein Thema.

Vielleicht beginnst du erst einmal nur mit einem ersten Ast. Den zeichnest du von der Mitte aus nach rechts oben. Nimm dazu bitte kein Lineal- gerade Striche mag nur unser linkes Gehirn. Wir aber wollen vor allem dem rechten Gehirn Futter geben.
Über den Ast schreibst du nun dein 1. Oberthema. Wieder in Druckbuchstaben, am besten in Großbuchstaben, denn damit zeigst du deinem Gehirn, dass dies ein wichtiger Begriff ist.

Vom Großen zum Kleinen

Hast du die anderen Äste angelegt, geht es an die Zweige.
Was möchtest zu zu den Oberbegriffen dazuschreiben? Welche Unterpunkte sind hier wichtig? Dann füllst du nach und nach die anderen Äste mit entsprechenden Zweigen.

Hast du dein MindMap fertig geschrieben, überlegst du dir, welche Zeichnungen du nun ins Zentrum oder zu den Ästen zeichnest. Das müssen absolut keine Kunstwerke sein. Probiere es einfach aus 🙂

Unser Gehirn liebt Farben!

Dann kommt das Beste: Nun solltest du dein MindMap bunt gestalten. Am besten benützt du für jeden Ast samt seiner Zweige und Zweiglein die gleiche Farbe. So weiß dein Gehirn, dass sie inhaltlich zusammengehören.

Ich wünsche dir dabei viel Spaß!

Herzliche Grüße,

Gerda Neumann